Allen Widrigkeiten zum Trotz
Mit dem Eintritt in die Universität begann ein neues Kapitel in ihrem Leben, welches große Herausforderungen mit sich brachte. Es fiel ihr schwer, in den Vorlesungen mit ihren hörenden Kommilitonen Schritt zu halten, was dazu führte, dass sie zusätzliche Stunden für das Selbststudium benötigte, um den Rückstand aufzuholen.
In der Mongolei gibt es an den Universitäten keine Unterstützung für Studenten mit besonderen Bedürfnissen. Sie wandte sich an den Universitätsdirektor und bat um einen Dolmetscher oder um anderweitige Unterstützung. Aufgrund finanzieller Engpässe konnte die Universität ihrer Bitte jedoch nicht nachkommen. Entschlossen, ihren Traum von einem Abschluss in Sonderpädagogik zu verwirklichen, suchte sie Hilfe bei einer humanitären Organisation. Mit deren Unterstützung konnte sie einen Dolmetscher des mongolischen Gebärdensprachdolmetscherverbands finden, eine wesentliche Hilfe, die sie sehr zu schätzen weiß, weil sie ihr geholfen hat, ihr Studium abzuschließen und ihre Ziele zu erreichen.
Während ihres Studiums versuchte sie, jede Gelegenheit zu nutzen, um sich für die Rechte von Menschen mit Behinderungen einzusetzen. Sie gewann den ersten Platz im Redewettbewerb «LISTEN TO ME: I AM VOICE FOR HUMAN RIGHTS» unter Universitätsstudenten und Jugendlichen anlässlich des Internationalen Tages der Studentenrechte.
Ermutigt durch ihre kleinen Erfolge schloss sie sich dem «Deaf Voter Project» an und bot dem Allgemeinen Wahlausschuss (CEC) ihre Unterstützung an, um die Nachrichten rund um die Wahlen zum ersten Mal direkt an gehörlose Bürger im ganzen Land in Gebärdensprache zu übersetzen.